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19.07.2012 Boomtown News

"Der Aids-Krieg" erhält Felix-Rexhausen-Preis

Die im November in der ARD ausgestrahlte Dokumentation "Der Aids-Krieg" von Jobst Knigge über die Anfänge von Aids in Deutschland wurde anlässlich des Münchner Christopher-Street-Day mit dem Felix-Rexhausen-Preis 2012 ausgezeichnet.

Filmemacher und Preisträger Jobst Knigge (Foto: N.Hudak)

Der Film "Der Aids-Krieg" ist eine Zeitreise durch die politischen und gesellschaftlichen Debatten der ersten Jahre mit Aids. Es ist die Geschichte über eine Gesellschaft in Angst. Über Medien und Politiker, die diese Panik schüren. Über Menschen, die aufgestanden sind, um nicht zu sterben. Die gekämpft haben, während ihre besten Freunde, ihre Lebenspartner mit dem Tod rangen. Menschen, die seit Jahrzehnten mit dem Virus leben. 

Autor Jobst Knigge rekapituliert anhand von Zeitzeugeninterviews, Archivmaterial und Privatfilmen die politisch-gesellschaftlichen Debatten und den Beginn der Selbsthilfebewegung in jenen Jahren. Ihm sei es mit seiner Dokumentation auf anrührende und zugleich informative Weise gelungen, an die Jahre nach dem Aufkommen der Immunschwächekrankheit zu erinnern, lobte Jury-Mitglied Arnd Riekmann. „Spannend erzählt, beleuchtet die Dokumentation eine Zeit, in der erstmals in aller Öffentlichkeit über schwulen Sex gesprochen wurde und in der lange nicht klar war, wie ‚Der Aidskrieg’ ausgehen würde – ob zum Beispiel im Kampf um geeignete Maßnahmen gegen die Epidemie demokratische Grundrechte auf der Strecke bleiben würden“, heißt es in der Jurybegründung.

Der seit 1998 vom Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen (BLSJ) ausgeschriebene Preis würdigt besonderes publizistisches Engagement bei der Berichterstattung über Lesben, Schwule und Bisexuelle.

"Der Aids-Krieg" ist eine Produktion von BOOMTOWN MEDIA im Auftrag des WDR | Redaktion: Christiane Hinz. Die 30-minütige Kurzfassung des Films können Sie in der WDR Mediathek sehen. 

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