Neues

03.11.2007

DREHBEGINN für 'DER LANGE ATEM'

PORGY&BESS ist ein Meilenstein der Opern- und Musikgeschichte: die einzige US-amerikanische Oper, die je zu Weltruhm gelangte, ist gleichsam die einzige Oper überhaupt, die über den Umweg des Jazz und Blues ihren Weg in die Welt der populären Musik gefunden hat.

Porgy and Bess

The New York Harlem Theater Company

DER LANGE ATEM | The Lasting Journey of PORGY&BESS
Ein Film von Susanna Boehm

Drehbeginn am 19. November 2007!

Wieder bringt uns ein Dokumentarfilm auf eine abenteuerliche Reise ins Innere eines ganz besonderen Mikrokosmos. Autorin und Regisseurin Susanna Boehm zeichnet das Sittengemälde einer außergewöhnlichen Gemeinschaft. Die dokumentarische Kamera wird Philipp Tornau führen. Der Musikdokumentarfilm wird an 20 Tagen bis zum Februar 2007 in Deutschland (NRW, Bayern), Süd- und Westfrankreich sowie Parma, Italien, gedreht.

DER LANGE ATEM handelt vom leidenschaftlichen Kampf schwarzer Künstler um Anerkennung, Selbstverwirklichung und Gleichbehandlung. Vor dem Tableau von George Gershwins Oper PORGY&BESS erzählt die Autorin Susanna Boehm die Geschichte einer ganz besonderen Wahlfamilie und ihrem leidenschaftlichen Bemühen um individuelle Selbstverwirklichung – ein ganzes Leben lang.
 
Die Helden unseres Films sind afroamerikanische Opernsänger. Ihr besonderes Talent ist ihre Stimme, ihr Potenzial die Hingabe, mit der sie sich Abend für Abend die Anerkennung des Publikums ersingen. Die Tragik der Geschichte: die Oper, die sie teilweise seit Jahrzehnten immer wieder aufs Neue aufführen, lässt ein altes Klischee nicht sterben - nämlich das des rassistisch geprägten Bildes vom Schwarzen im Amerika des frühen zwanzigsten Jahrhunderts.  
 
George und Ira Gershwin schrieben die Oper vor 72 Jahren. Die Sprache und die Lebensumstände der dargestellten schwarzen Gesellschaft haben sich zwar weitgehend überholt, doch der Kern - der Traum nach Selbstverwirklichung und Gleichbehandlung - durchdringt nach wie vor das Leben des schwarzen Sängerensembles, des schwarzen Amerikas und in vielerlei Hinsicht das Leben von Minderheiten überall. Mit der Darstellung der von Drogen, Gewalt und Aberglauben geprägten Gesellschaft des schwarzen Amerika trifft die Oper einen wunden Punkt im heutigen Selbstverständnis vieler Schwarzer. Die Protagonisten wehren sich dagegen, mit diesem ‚Schwarzen-Bild’ assoziiert zu werden, weil sie fürchten, auf dem Hintergrund tief verwurzelter Vorurteile bewertet zu werden. Andererseits zeigt sich im Verlauf des Films, wie sehr die dargestellte Welt doch der tatsächlichen Biografie vieler Sänger  und damit auch dem Lebensgefühl der Wahlfamilie entspricht.
 
Die Sänger haben bereits viel in ihrem Leben erreicht; trotzdem spüren sie, dass ihnen auch heute noch aufgrund ihrer Hautfarbe tagtäglich Hürden in den Weg gestellt werden - beruflich, öffentlich oder privat. In jedem Einzelnen finden sich tatsächlich Elemente einer spezifischen, nicht mehr gültig geglaubten schwarzen Geschichte, die auch heute noch eine  prägende Rolle in ihrem tatsächlichen Leben spielt. Diese Produkte traumatischer Erfahrungen einer durch Rassismus geprägten Umwelt, zeigen sich z.B. in einem tyrannisierenden Vater, einer Familie  mit drogenabhängigen Söhnen, die als Jugendliche im Gefängnis sitzen oder in einer allgegenwärtigen, gottgläubigen Schicksalsergebenheit.  
 
Der harte Kampf um das Ausbrechen aus den alten Fesseln ist die größte Herausforderung für die Protagonisten und verlangt von ihnen jeden Tag aufs Neue ein Bekenntnis zu sich selbst. Dabei vertrauen alle ganz auf den amerikanischen Traum, darauf, dass sich jeder jederzeit neu erfinden kann. Dahinter schimmert jedoch durch, dass sich die Realität of schwieriger darstellt als sie es zugeben möchten. Gleichzeitig soll sich zeigen, welchen Wert schwarze Tradition, moralischer Halt, Spiritualität und die starke Bindung untereinander für jeden der Protagonisten haben. Ihre afrikanische Herkunft enthüllt sich als Kern dieses Zusammenhalts und ist Energiequelle, Rahmen und Rückzugsmöglichkeit zugleich - auf dem Weg, unerschütterlich darauf zu vertrauen, dass ihr Traum eines Tages Realität wird.
 

DER LANGE ATEM | The Lasting Journey of PORGY&BESS
90 Min, HD/ 35 mm, Dolby Digital, 1:1,185/ 16:9

Ein Film von Susanna Boehm
Mit Sängerinnen und Sängern der New York Harlem Theater Company
Musikalische Leitung: Bill Barkhymer
Mitarbeit: Julia Gechter
Kamera: Philipp Tornau
Ton: Andreas Prescher
Musik: George Gershwin
Creative Producer: Philipp Barnett
Herstellungsleitung: Marc Wächter
Produzenten: Andrea Thilo, Thomas Grube, Uwe Dierks
In Zusammenarbeit mit NDR/ ARTE
Im Weltvertrieb von BTMI | BOOMTOWNMEDIA INTERNATIONAL

Suche

Bitte geben Sie einen Suchbegriff ein.